Ernährung die dein Bewusstsein erweitert

Ernährung umstellen: 8 Tipps für Rohkost Anfänger

Es gibt viele Gründe, die einen dazu bewegen können, mehr Rohkost zu essen. Vielleicht warst Du schon einige Jahre Vegetarier oder Veganer und fühlst, dass es der nächste natürliche Schritt ist. Vielleicht interessieren Dich die spirituellen Aspekte, die Verbundenheit und Klärung des Bewusstseins, die bei diesem Lifestyle ein positiver Nebeneffekt sind. Oder Du leidest an Gesundheitsproblemen und hast wundersame Geschichten gehört über Leute, die sich dank Rohkost von Übergewicht, Hautunreinheiten, niedriger Energie, Müdigkeit, Verdauungsproblemen und sogar Diabetes geheilt haben.

Also was ist diese Rohkost genau? Die meist verbreitete Variante ist pflanzenbasiert und frei von gekochten und verarbeiteten Produkten, sprich Früchte, Gemüse, Grün, Samen, Sprossen. Mit anderen Worten bedeutet Rohkost zu essen vollwertige Lebensmittel in ihrer natürlichen Form zu konsumieren.

Warum rohköstlich ernähren? Rohköstler sprechen davon, dass Lebensmittel in ihrer lebendigen Form reich an Enzymen sind (mehr dazu hier). Sie können unglaublich heilend, reinigend und nährend sein. Menschen mit diesem Lifestyle erzählen von einer Steigerung von Energie, Verdauung, besserem Schlaf, natürlichem Gewichtsverlust und vielen anderen Vorteilen.

Bist Du bereit, die ersten Schritte zu tun? Hier sind 8 Tipps, die Dir helfen anzufangen.

1. Ersetzen

Wenn Du ehrgeizig bist und denkst, Du müsstest gleich richtig reinhauen und sofort alles umstellen, ist das (fast) garantiert der Weg schnell wieder zur Kochkost zurückzukehren. Körper und vor allem der Kopf brauchen ihre Zeit.

Beginne mit dem langsamen Ersetzen der gekochten Speisen durch rohe bzw. füge rohe Komponenten zu gewöhnlichen Mahlzeiten hinzu. Ich muss sagen, auf diese Weise macht das sogar richtig Spaß! Nach und nach schmecken Dir Zucchini-Spaghetti mehr als gekochte Pasta – sie ist knackig und Du fühlst Dich viel leichter und energetischer. Oder die selbstgemachte rohe Avocadosauce statt Ei und Käse aufs Vollkornbrot ist so frisch und schmackhaft und macht auch satt! Irgendwann schmecken Dir die rohen Sachen viel besser, so dass Du immer mehr davon möchtest.

richtige Ernährung

Salat ist die einfachste und wichtigste Zutat, die Du zu fast jedem Mittag- und Abendessen hinzufügen kannst. Er ist gut als Beilage genauso wie als Hauptmahlzeit. Starte mit kleinen Mengen Salat für jedes Mittag- und Abendessen. Und denk daran: Der beste Salat hat eine minimale Anzahl an Zutaten. Mach‘s einfach: Spinat, Tomate, frischer Basilikum – fertig.

2. Früchte/Grüner Smoothie zum Frühstück

Das Frühstück ist die beste Möglichkeit, mit der Rohkost-Transformation anzufangen. Am morgen bis 12 Uhr entgiftet der Körper (3 natürliche Körperphasen) und Früchte bzw. Grüner Smoothie sind eine hervorragende Möglichkeit, Deinen Körper zu unterstützen. Hole Dir Deine Lieblingsfrüchte nach Saison und iss Dich damit satt.

Ein Grüner Smoothie ist eine mineralstoffreiche, entgiftende und nährende Alternative zum herkömmlichen Frühstück. Ich habe bei meinen Coachings festgestellt, dass viele Anfänger einen Blähbauch nach Grünen Smoothies bekommen. Das kommt davon, dass sie ihn schnell trinken, statt langsam zu essen und ordentlich zu kauen. Es ist sehr wichtig, auch wenn der Smoothie flüssig daherkommt, ihn im Mund zu kauen und die Verdauung vorzubereiten. Außerdem kann es sein, dass Dein Verdauungstrakt für so viel Ballaststoffe noch nicht bereit ist, da die Verdauungsmuskulatur durch zu viel weiches gekochtes Essen geschwächt ist. Dann musst Du Geduld haben und trotz Blähbauch dranbleiben: Jede Nahrungsumstellung kann Unbehagen mit sich bringen. Es lohnt sich aber!

Mein Tipp: ein Smoothie-Bowl, das heißt Du machst den Smoothie extra dick, so dass Du ihn nur mit einem Löffel essen kannst und schneidest ein paar Früchte darein. So hast Du keine andere Wahl, als ihn gut zu kauen. Hier ist ein Beispiel aus meiner Sammlung.

basische Ernährung

3. Snacks

Falls Du den ganzen Tag arbeitest und zwischen den Mahlzeiten snackst, ist es eine gute Möglichkeit, gesundes rohes Essen in Deinen Tag einzubauen. Ersetze zuckerhaltige Riegel voll mit leeren Kalorien, Sandwiches oder Kekse durch Sachen, die Dich richtig nähren: Banane, ein paar Orangen, eine Hand voll Nüsse oder rohes Gemüse. Ein Stückchen roher Schokolade darf ab und an auch sein, wenn der Jieper auf Süßes all zu stark wird.

4. Die richtige Kombination und Reihenfolge von Anfang an

Ich habe am Anfang meiner Umstellung sehr viel durcheinander gegessen und das hat mir überhaupt nicht gut getan – ganz im Gegenteil. Es ist trotz der hochwertigen, teuren Bio-Lebensmittel ungesund. Viele denken dann, dass es an der Rohkost läge und dass sie nicht funktionieren würde. Doch dabei kommt es nur darauf an, richtig zu kombinieren, um sich viele Verdauungsprobleme zu ersparen.

Die Gepflogenheit und die Nahrungsmittelindustrie haben uns seit Generationen eingeprägt, dass es Frühstück, Mittag, Kaffee und Kuchen und Abendessen gibt und dass man die Hauptspeise nach dem Salat essen soll, gefolgt von einem Dessert. Hast Du das Ganze mal hinterfragt oder machst Du es einfach so mit? Es ist alles andere als optimal und natürlich. Die falsche Lebensmittelzusammensetzung verursacht nicht nur eine schlechte Verdauung, sondern langfristig sogar toxische Ablagerungen in den Organen und im Bindegewebe, was zu Krankheiten und Übergewicht führt.

Eine wichtige Rolle bei der gesunden Ernährung spielt ebenfalls die Reihenfolge der aufgenommenen Lebensmittel. Die Hauptregel der richtigen Reihenfolge der Nahrungsmittel lautet:

Je höher der Wassergehalt eines Lebensmittels, umso weiter rückt es im Programm nach vorne!

Hier sind die Hauptregeln der richtigen Lebensmittelkombination:

  1. Wasser und frische Säfte mindestens 20 Minuten vor der Mahlzeit bzw. 1,5-2 Stunden danach
  2. Keine Früchte als Dessert!
  3. Immer fetthaltige und süße Früchte trennen (also Studentenfutter und Rohkostpralinen mit Nüssen und Früchten sind keine gute Idee!)
  4. Iss süße und saure Früchte getrennt
  5. Grünes Blattgemüse und Kräuter passen generell zu allen Lebensmitteln

Mehr zum Thema Lebensmittelkombination lies hier und hier.

5. Detox hilft

Gekochtes und stark industriell verarbeitetes Essen ist die stärkste Droge. Deswegen ist es für die meisten sehr schwer, davon wegzukommen. Eine sanfte unterstützende Entgiftung kann Dir helfen, die jahrelang angesammelten Gifte schneller aus dem Körper herauszubekommen und das Verlangen nach Gekochtem und Junk Food zu reduzieren. Hier sind ein paar einfache und effektive Entgiftungsmethoden:

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6. Meine Küchenempfehlungen

Du brauchst sie nicht unbedingt, aber viele Geräte machen das Leben leichter und leckerer. Aus meinen 6 Jahren Erfahrung seit dem Anfang der Transformation kann ich nur dazu raten, gleich gute Geräte anzuschaffen, statt billige zu kaufen und sich alle 6 Monate über kaputte Geräte zu ärgern. Zudem bringen sie auch nicht die Leistung der guten Geräte. Ich kann folgende Geräte guten Gewissens empfehlen, da ich sie selbst habe:

  • Vitamix – der König aller Mixer, da kann man nichts falsch machen
  • Foodmatic – leistungsstarker und kompakter Mixer fürs Reisen oder 1-Person-Haushalt)
  • Omega 8226 (schöner Slow Juicer mit minimalem Abwasch)
  • Spiralschneider – für leckere schnelle Spaghetti Gerichte aus Zucchini, Gurke, Karotte etc.

Mit diesen Geräten kannst Du eine Menge leckerer, gesunder Gerichte zubereiten: Grüne Smoothies, Zoodles und Coodles mit sensationellen Saucen, Suppen (sogar warme!), entgiftende Säfte, Rohkost-Eis, veganen Joghurt und vieles mehr! Das beste ist: Die Gerichte gehen wirklich schnell, schmecken fantastisch und machen leicht und energiegeladen!

Hier und hier findest Du z. B. einige tolle und einfache Rezepte.

7. Informiere Dich

Trotz der Unmenge an Informationen über rohvegane Ernährung, geht es vielen so, dass sie überhaupt nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Lass Dich nicht von teilweise gegensätzlichen Ratschlägen verwirren. Wir sind alle verschieden, haben verschiedene Hintergründe, Stoffwechsel und Anforderungen. Wir leben unter verschiedenen klimatischen Bedingungen. Hier habe ich die meist verbreiteten Formen der Rohkost zusammengefasst. Probiere einige eine Zeit lang aus, beobachte, was Dir gut tut und bleibe bei dem.

Mache es Dir in der ersten Zeit zur Gewohnheit, jeden Tag etwas über rohe Ernährung zu recherchieren, am besten von Menschen, die Dich begeistern: ob aus Büchern, von Youtube oder Blogs. Ersetze die 30 Minuten Nachrichten oder Serien am Abend durch das Erkunden der natürlichen Ernährung, der Reinigung des Körpers und dem Heilen von Krankheiten. Es wird Dir viel mehr bringen und ist sehr spannend! Genauso habe ich es die ersten 2 Jahre gemacht, bis mein Kopf so überzeugt war, dass es sehr einfach geworden war, auf vegane Rohkost umzustellen.

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8. Geduld und Achtsamkeit

Erwarte nicht, dass Du Dich sofort besser fühlst. Am Anfang kann sich Dein Zustand sogar verschlechtern, weil viele toxische Stoffe frei werden und in den Blutstrom gelangen. Ich habe über 2 Jahre gebraucht, um langsam auf diese Ernährung umzustellen und erst nach 6 Jahren bin ich so entspannt, dass Essen nicht mehr ständig im Vordergrund steht.

Lasse Dir und Deinem Körper Zeit. Beginne damit, Dich nur mit einer rohen Mahlzeit am Tag gut zu fühlen, erst dann verändere die nächste.

Genieße das Essen in seinem natürlichen Zustand. Wenn Du etwas nicht unverarbeitet essen kannst, stell Dir die Frage, ob dieses Lebensmittel dafür bestimmt ist, vom Menschen gegessen zu werden.

Beobachte, was beim Kochen mit einem lebendigen Lebensmittel passiert. Wie das Wasser verdampft, die Farben fade werden und die Textur sich verändert.

Frage Dich, ob Du das volle Potential der Gesundheit und des Glücks ausschöpfst. Wenn die Antwort nein ist, dann beginne mit der Veränderung. Ein Sprichwort lautet: Wenn Du das gleiche tust wie jeher, dann bekommst Du das gleiche, was Du immer bekommen hast. Verändere Deine Essgewohnheiten und die Veränderungen kommen.

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Ich hoffe, dass diese Einführung in die Welt der Rohkost Dich weiter gebracht und geholfen hat, mehr rohe Lebensmittel zu essen.

Genieße den Weg zur natürlichen Ernährung. Er öffnet Dir viel mehr Türen, als ich hier erwähnt habe!

Quelle: http://www.rawexotic.com

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Ich stelle zur Zeit meine Ernährung auf Rohkost um.

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